Italien 2014

Tag 7

Datum:05. September 2014
Ort:Pompeji

Neuer Tag neues Glück. Auch heute sieht es so aus, als hätte man auf dem Vesuv keine gute Sicht, also steht für uns die Besichtigung von Pompeji auf dem Plan. Bis wir los kommen ist es schon wieder 11 Uhr und die Sonne knallt uns auf den Kopf. Pompeji besichtigen heißt auf extrem unebenen Untergrund mit viel zu vielen anderen Touisten eine Stadt abwandern, deren Wege und Sehenswürdigkeiten auf italienische Art (also unvollständig) beschriftet wurden. Trotzdem ist das was mansieht unglaublich beeindruckend.


Nach 4,5 Stunden Stadtbesichtigung gehen wir runden Füßen wieder zurück zum Bus. Alles sehen kann man an einem halben Tag nicht, aber für einen ganzen Tag fehlt schlichtweg die Kraft. Wir freuen uns, dass keiner von uns den Tag über umgeknickt ist und machen uns schnell zu Fuß auf den Weg zum 350m entfernten Supermarkt um noch was ein zu kaufen. Und dann passierts: Ich brech mir fast den Zeh an einem sehr niedrigen Poller der einfach unvermittelt auf dem Fußweg "herumsteht". Na toll, davon werde ich noch Tage gut haben.

Diesen Abend haben wir mehr Glück als am Vorabend. Der nächste Campingplatz in der Reihe stellt sich als sehr geschäfftstüchtig heraus und fängt uns auf der Restaurantsuche an der Straße ab. Wir essen sehr gut und haben auch noch Live-Musik dabei. An den Nachbartisch werden unsere CP-Nachbarn gesetzt, so dass wir die auch mal kennenlernen. Zurück am Bus bringen sie einen leckeren Wein aus dem Schwarzwald mit und so lassen wir den Abend schön ausklingen.

Tag 8

Datum:06. September 2014
Start:Pompeji
Ziel:Marina del Cantone

Auf anraten der Camping-Nachbarn fahren wir auf die Halbinsel, auf der auch Sorrento liegt und fahren auf eine Campingplatz namens Nettuno am südwestlichen Zipfel der Halbinsel. Schnell merken wir: Hier werden wir nicht alt. Da hilft die Lage und die Aussicht auch nichts. Freizeitangebote sind limiterit und nach dem Regen der letzten Nacht ist gesamte CP matschig. Morgen fahren wir zurück nach Sorrento.

Tag 9

Datum:07. September 2014
Start:Marina del Cantone
Ziel:Sorentto

Heute wir schlafen lang und brechen dann kurz vor Mittag schnell auf. Nicht dass wir noch eine Nacht bezahlen dürfen. Auf dem Weg nach Sorrento finden wir einen Parkplatz mit "Tante Emma" Laden nebenan. Also frühstücken wir, kaufen ein und stellen fest, dass es hier kein Umts-Netz gibt. Unsere I-Net Recherche bezüglich Campingplätze in Sorrento müssen wir nach Sorrento verlegen. Dort halten wir in einer ruhigen Straße (sehr selten hier) und entscheiden uns für einen Campingplatz mit mittleren Komfort, aber eine einigermaßen nahe Altstadt / nahen Hafen und Fahren so zum

Camping International Nube D'Argento S.R.L
Via Capo, 21

Wir kommen erstmal gemütlich an, bauen das Sonnensegel auf und gehen dann zu Fuß in die Stadt, den Hafen suchen. Das gestaltet sich schwieriger als wir dachten. Man muss am Piazza Tasso den Weg nach unten zur unteren Stadtebene finden. Das ist eine lange steile Treppe, mitten rein und die von Autos befahrenen Serpentinen. Die Entscheidung zur Vorabrecherche war eine wirklich gute Entscheidung. So können wir morgen auf dem direkten Weg zum Hafen gehen und verlieren keine weitere Zeit bei der Suche. Auf dem Weg zurück zum Campingplatz schwimmen wir in den Touristenmassen mit und Essen in einem Restaurant eher mittelmäßig, bevor wir gänzlich zurück zum Capmingplatz zurück schlendern.

Tag 10

Datum:8. September 2015
Ort:Auf und in Capri

Etwas später als geplant, nehmen wir um 10:45 Uhr die Fähre nach Capri. So kommen wir leider erst in der Mittagssonne dort an und starten mit einer klassischen Fehlentscheidung. Wir gehen zu Fuuß in die Altstadt von Capri. Die Altstadt liegt 15-20 Minuten FußMARSCH vom Hafen entfernt oben auf dem Berg. Bei 30°C ist diese Anstrengung für Mitteleuropäer nichts. Besser man spendiert die 1,80 € für die Funicolare (den Aufzug) oder man nimmt den Bus. Auch hier kostet ein Ticket 1,80€ gilt überall hin, aber nur für eine Fahrt. Will man wieder zurück empfiehlt es sich gleich 2 Tickets am Schalter zu kaufen.

Oben angekommen ist es schwer ein schattiges, ruhiges Plätzcen zum Ausruhen und Picknicken zu finden. Im Garten des Saint Giacomo's werden wir fündig. Ob das für Touristen so gedacht ist, ist uns erstmal egal. Wir brauchen eine Pause. In der Hotelparkanlage finden wir eine kleine Mauer und zusammen mit einem Eis kühlen wir langsam ab. Allerdings ist in der Hitze jeder weitere Schritt anstrengend. Sightseeing zu Fuß, scheint in Verbindung mit den doch extrem steilen Straßen keine Option zu sein. Somit gehen wir zurück zum zentralen Platz in Capri. Hier wuselt es immernoch nur so vor Shopping vernarrten Touris. Auch nicht unser Ding.

Dann schlagen wir uns zum Bus-Halt durch und kaufen Bus-Tickets (leider nur 2, 1/Person) um damit nach Anacapri zu fahren. Eine abenteuerliche Busfahrt bringt uns in die Nähe der Seilbahn, die auf den Monte Solaro führt. Genauer gesagt ist dies eher ein Sessellift mit Einzelsitzen, wie man ihn aus dem Skiurlaub kennt. 13 Minuten dauert eine Fahrt (hoch oder runter). Da hat man viel Zeit zu gucken und zu überlegen, ob man alles richtig gemacht hat. ;-) Wir haben Glück, die Sicht ist nicht zu diesig (nur ein bischen) und wirklich atemberaubend. Auf der Aussichtsplattform genießen wir noch Eis und Cappuchino, während wir umzingelt von japanischen Kreuzfahrttouristen versuchen Ansichtskarten zu schreiben. Anschließend geht's wieder runter. Erneut mit dem Lift. Den vorhandenen Wanderweg meiden wir erneut.

Wir intensivieren nun die Suche nach einer Ticketverkaufsstelle, während wie die Altstadt nich etwas genießl;en. Auch eine Busstation ist schwer zu finden. Heute wissen wir, dass es auch in Anacapri eine Zentralstation am Piazza della Peace befindet, aber wir finden irgendwann eine normale Haltestelle, lösen im Bus ein neues Ticket und fahren an die Marina Grande. Im Hafen bummeln wir noch etwas umher und nutzen die Wartezeit für eine weiter Postkarte, Um 17:45Uhr fahren wir zurück nach Sorento. Auf dem Weg zum CP kaufen wir noch etwas ein, aber an diesem Abend essen wir im Restaurant des CP. Das Essen ist gar nicht schlecht hier.

Tag 11

Datum:9. September 2015
Ort:Sorrento

Heute wird ein ruhiger Tag. Wir frühstücken, räumen auf und waschen unsere Wäsche. Dann gehen wir in die Stadt und kaufen erstmal ein paar Limoncello Flaschen als Mitbingsel und natürlich auch für uns ein. Für morgen organisieren wir noch nen 125er Roller und kaufen für's Abendbrot ein. Ein angenhem ruhiger Tag endet mit einer Limoncello-Probe....

Tag 12

Datum:10. September 1014
Ort:Amalfi-Küste

Heute mieten wir einen Roller bei Hertz mit dem wir die Amalfi-Küste erkunden wollen. Wir fahren quer über die Halbinsel (brrr, in den Bergen ist es eisig kalt) und fahren dann an der Küste entlang. Zuerst Richtung Osten über Positano bis wir nach Amalfi kommen. An parken in Amalfi ist allerdings nicht mal mit dem Roller zu denken. Ein Stück hinter Amalfi drehen wir nach kurzer Pause wieder um und fahren nach Positano, aber auch dort ist parken Glücksache. Man was nen Touri-Chaos! Busseweise werden die hier hergekehrt, trotz irrwitziger Serpentinen schaffen die Fahrer es irgendwie unbeschadet dadurch zu kommen. Unglaublich! In der prallen Sonne finden wir an der Straße eine Parkbank mit Blick auf Positano und picknicken dort erstmal.

Dann geht's weiter, denn wir haben wenig Lust noch einmal in der Mittagshitze eine Stadt zu erklimmen. Da erkunden wir lieber weiter die Halbinsel und fahren noch nach/durch S. Agata, Termini, Massa Lumbrese etc. Allerdings ist unser Roller in einem sehr sehr schlechtem Zustand. Das Kugellager vorne ist komplett aufgeschliessen und uns treibt die Sorge um ein blockierenden Vorderrades mit jedem gerfahrenen Km mehr Sorgenfalten in die Stirn. Dass die Sitzbank schon komplett durchgesessen ist, wirkt dagegen wie ein eher kleines Problem. Der Hintern freut sich trotzdem nicht sonderlich drüber. Zwar haben wir den Roller noch bis zum nächsten Tagg 11 Uhr gemietet, aber nach kurzer Pause auf dem CP bringen wir den Roller weg.

Außerdem rüsten wir schon ein bischen ab, damit wir nächsten Tag schneller in Fahrt kommen. Welch ein Glück, dass wir das Sonnensegel schon an diesem Abend abgebaut haben, denn über Nacht kommt mal wieder ein gewalltiger Regenschauer herunter. So haben wir ein trockenes Sonnensegel im Gepäck. Viel angenehmer als so'n nasses Ding mit sich herum zu schleppen. Diesen Abend beschließen wir mit einem super Essen im CP-Restaurant. Das hat sich wieder gelohnt. Hmmm, lecker.