Schweden 2014
Tag 7
| Datum: | 14. Juni 2014 |
| Start: | Trollhättan |
| Ziel: | Åmål |
Wir starten den Tag mit einer Brötchensuche in Trollhättan und finden einen Lidl der auch
frische Brötchen für uns hat. Anschließen geht es zum Saab Museum. Für
uns ein Ersatz
dafür, dass wir das Volvo Museeum iin Göteborg nicht aufgesucht haben, auch wenn Volvo uns
1000 Mal näher ist als Saab. Wir treffen auf eine gut umgestaltet Industriehalle. Leider gibt es
wenige technische Details zu den Fahrzeugen und den vielen ausgestellten Motoren. Weiterhin ist nicht
immer klar, was man gerade vor sich hat (die Saab Modellreihen kennen wir nicht sooo gut). Schade.
Auch die Firmengeschichte wird nicht so richtig dokumentiert. Historische Bilder aus der Fertigung
werden im Film-Vorführraum versteckt. Auch recht Schade, denn dieser Raum ist natürlich dunkel, damit
man den Film erkennen kann. Trotzdem ist die Aufmachung des Museums sehr modern. Wenn auch kleiner, muss es
sich nicht vor Audi, Mercedes und Co un Deutschland verstecken.
Unser Fazit: Gut gewollt, doch nicht zu Ende erstellt. Ein schwedisches Kulturgut sollte mehr in den Mittelpunkt
gerückt werden.
Anschließend geht's weiter zu Erkundung des Wasserfalls. Wir parken in der Nähe (Koordinaten) und pausieren erstmal, denn bis zur "Anschalten" des Wasserfalls um 15 Uhr haben wir noch Zeit. Wie viele Zuschauer schauen wir uns das Spektakel von der Oscarsbron an. Um 15 Uhr ist sie dann auch gut gefüllt und zur Hauptreisezeit wird sie wohl eher völlig überfüllt sein. Links und rechts vom Kanal sind weiter Plattformen abgeteilt, die garantiert auch eine schöne Aussicht bieten. Auf der Generatorhausseite gibt es zudem kleine Inseln, die über Hängebrücken und -leitern erreichbar sind und so ein kleines Abenteuer zum Erklimmen bieten. Und dann geht es los!
Es ist wirklich atemberaubend zu sehen, wie nach dem Öfnnen der Schleusen 300000L/s Wasser das alte Flussbett herabstürzen. Unglaublich ist auch, wie schnell die 10 Minuten der offenen Schleusen vorbei sind und wie lange danach noch die Wassermassen im Flussbett bleiben, obwohl es einen stetigen Abfluss gibt. Im Anschluss an dieses himmlische Erlebnis, fahren wir noch etwas am Kanal entlang. Zahlreiche Schleusen und Generatorenhäuser säumen unseren Weg.
Dann machen wir uns weiter auf den Weg in Richtung Norden. Denn wir wollen ja am Ende irgendwann einmal in Charlottenberg bei der Verwandtschaft ankommen. Unser Ziel für heute: Åmål. Laut unseren Recherchen gibt es dort 2 Stellplätze. Einen davon auch mit Dusche und einen CP soll es in Åmål auch geben. Der erste Platz ist schnell gefunden (Norra Hamnplan), allerdings steht hier niemand und die eine Ver- und Entsorgung ist auch nirgends zu sehen. Auf der gegnüberliegende Hafenseite dagegen tummeln sich die Reisemobile, vermutlich wegen der grandiosen Aussicht. Wir wechseln also auch die Seite, aber auch dort ist keine Ver- und Entsorgung zu finden, die wir aber heute dringend brauchen. Weiterhin erfolgt eine Anmeldung auf der gegenüberliegendenHafenseite in der T-Info. Hmmm, komisch, also wir fahren noch mal zurück. Es ist nach 18:00 Uhr und die T-Info ist schon lange geschlossen. Wäre aber nötig, damit man den Code für die Duschen bekommt. Ob die von drinnen auch so rumpelig aussehen, wie das Gebäude von draußen? Ok, man könnte sich auch in der Kneipe nebenan anmelden, aber ansprechen tut uns der Platz nicht wirklich.
Aber es nützt ja alles nichts, wir brauchen ne Ver- und Entsorgung.... Also ab zum Campingplatz. Auch hier keiner zu sehen. Die Rezeption ist schon geschlossen.
Für Spätankommer (es ist 18:30 Uhr) gibt es die Möglichkeit sich einen Platz zu suchen und sich am nächsten Tag anzumelden.
Ok, warum eigentlich nicht? Oh, auch hier sind die Duschen mit einem Code gesperrt. Grrr! Solangsam werden wir maulig... Da es nirgends Infos zur reinen Ver- und Entsorgung gibt, sind wir so frei und erledigen erstmal den dringenden Service, danach sehen wir wir keinen Vorteil mehr darin, auf dem Platz zu bleiben und suchen uns einen Parkplatz am Wasser/Hafen. Nicht die beste Idee, die wir je hatten, aber na ja. Maulig bleibt maulig. Leider kloppft es um 0 Uhr an der Tür und reißt uns aus dem Schlaf. Unsere Theorie das zu ignorieren geht zwar auf und der Klopfer fährt mit dem Auto davon. Aber wir schlafen unruhig weiter und offen, dass der nächste Tag besser wird.
Tag 8
| Datum: | 15. Juni 2014 |
| Start: | Åmål |
| Ziel: | Charlottenberg |
Wir werden recht früh wach und machen eine unserer seltenen on-Board duschen und fahren dann erstmal los. Bei der Etappenplanung für heute waren sich das Navy und Google Maps völlig uneing. Die Routen haben einen Längenunterschied von 50km, also nehmen wir die Landkarte und fahren wie folgt:
| Route | ||
|---|---|---|
| von | nach/über Straße | Nach |
| Åmål | E45 | Säffle |
| Säffle | 175 | Arvika |
| Arvika | 91 | Charlottenberg |
Auf Höhe Klässbol frühstücken wir und holen noch etwas Schlaf nach. Bevor wir für eine Nacht bei der Verwandtschaft aufkreuzen, erkunden wir noch Charlottenbergs Shopping Center. Erbaut wurde es für die Norweger, denn bis zur Grenze sind es nur noch 7 km. Bei der Großtante gibt es erstmal (es ist 15:00 Uhr) einen warmen Krabbencocktail Eine Spezialität (der Schweden oder meiner Großtante) Krabben in Paprikasoße mit Reis. Mmmmh, lecker. Dann erkunden wir noch ein wenig zu Fuß den Ort und versuchen die aufkommende Erkältung mit noch mehr Schlaf wieder los zu werden. Im Anschluss verbringen wir alle zusammen einen wundervollen Abdend, an dem wir uns für einS gemeinsames Grillen an Midsommar verabreden.
Tag 9
| Datum: | 16. Juni 2014 |
| Start: | Charlottenberg |
| Ziel: | Oslo |
Heute wollen wir weiter nach Oslo und nach einem kurzen Einkauf recherchieren wir noch einmal wie wir dahin kommen. Denn erst jetzt stolpern wir über die Maut in Norwergen. Es gibt Mautstraßen, die nicht zwingend Autobahnen sind oder als City-Maut eingestuft werden könnten, sondern eher "zufällig" angeordnet wirken. Wir finden heraus, dass man verschiedene Bezahlmöglichkeiten hat. Wir wählen die Option: "Rechnung nach Hause" und sind gespannt was jetzt passiert. (Nachtrag: Wir haben tatsächlich nach 2 Monaten von einer englischen holding eine Rechnung erhalten. Wie auch immer der Halter ermittelt wurde.....)
| Route | ||
|---|---|---|
| von/Ort | nach/über | nach/Richtung |
| Charlottenberg | 61 / 2 (Norwegen) | Norwegen | Norwegen | 170 --> 22 | Oslo | in Oslso | Ring 3 | "Norden" | Ring 3 | Beschilderung CP Borgstad | CP Borgstad |
Am Campingplatz Borgstadangekommen, planen wir 2 Nächte zu bleiben. Zusammen mit 4 Duschmarken kostet uns der Spaß 570NOK außerdem kaufen wir schon gleich 2 Tagestickets für den ÖPNV für 90NOK pro Karte. Ein recht modern agierender Platz. Es gibt eine Chipkarte die als Platzzugangskarte und auch zum Zugang in die Sanitäranlagen nötig ist. Für den Rest des Tages ist erstmal ausruhen angesagt, immerhin sind wir die Erkältung noch nicht wirklich los.
Tag 10
| Datum: | 17. Juni 2014 |
| Ort: | Oslo |
Da wir das erste mal seit Tagen auf einem Campingplatz stehen, schlafen wir erstmal gründlich aus. Dann nutzen wir nacheinander die etwas gewöhnungsbedürftige Dusche (anders geht's ja kaum). Lustig ist, dass die Herrensdusche mit einer Marke ca. 5 Minuten, die Damendusche allerdings 6 Minuten läuft. Mit Gleichberechtigung hat das wenig zu tun. ;-) Nach einem ausgiebigen Frühstück geht's dann los! Juhu! Wir fahren mit dem Bus 32 direkt ins Zentrum von Olso. Wir hätten zwar unterwegs in die Metro umsteigen können, aber im Bus sieht man einfach viel mehr. Am Nationaltheater steigen wir aus und erdkunden die Stadt. Nach unserer Erfahrung aus Göteborg verzichten wir auf den Hop-on Hop-off Bus. Ob das die richtige Entscheidung war? Na ja, wir haben ja unser 24h Ticket für Bus und Bahn. So haben wir unseren eigenen HoHo. Über den gesamten Tag sehen wir so einiges:
- Das National Theater
- das Parlament
- die Karl Johans Gate
- die Kathedrale
- den Hauptbahnhof
- das Rathaus
- den Hafen
- eines der Cruise Terminals
- Aker Brygge
- Akershus Fortress & Castle
- The Royal Palace inkl kleinem Wachwechsel
Aus der Ferne sehen wir auch noch das Gebäude des moderenen Einkaufszentrums, das auch das Museum of Modern Art beherbergt, aber da wir keine Freunde von mdoderner Architektur sind und uns die Nase nicht nach drängeligem Einkaufserlebnis steht, gehen wir weiter und suchen nach einer Möglichkeit Oslo vom Wasser aus zu sehen. Direkt beim Rathaus startet die Fähre 91 und fährt nach Bygdøy. Dort befinden sich einige interessante Museen, aber die Fähre kostet 50NOK extra p.P, für Hin- und Rückfahrt. Wir sind erstmal verschreckt und entscheiden uns eine andere öffentliche Fähre zu nehmen, die in unserem Ticket schon drin ist. Bygdøy werden wir so allerdings nicht sehen. Zur Not fährt dort aber auch nen Bus hin.
Wir laufen nahe am Kreuzfahrtterminal, in dem die Europa2 liegt, vorbei und fahren eine Runde mit der 93. Sehr sehenswert. Wieder zurück an Land verpasssen wir die Chance, dass neue Operngebäude zu sehen. Zwar waren wir von der Landungsbrücke nur wenige Schritte von der Oper entfernt, aber wir laufen schlichtweg in die falsche Richtung weiter. Schade, aber wie schon erwähnt, stehen wir ja eh nicht auf moderne Kunst, aber der Aussicht wegen ist es schon schade. Unseren Fehler bemerken wir erst, als wir mit dem Sightseeing abgeschlossen haben und lassen es wie es ist. Vielleicht kommen wir ja mal wieder. Nach dem unsere Füße rund sind, wollen wir noch was Essen, bevor wir zurück zum CP fahren. Ein schwieriges "Unternehemen" in Oslo. Burgerbuden dominieren leider den Markt. Am Ende dinieren wir in einem Sportlokal an der Karsl Johans Gate. Beim Bezaheln merken wir, dass wir in Norwegen sind: 2 Burger und 4 kleine Biere kosten uns 75€. Ich glaub so teuer haben wir nichtmal in Deutschland gegessen.
Notes:
- Die Anzahl der Hop-on Hop-off Busse die wir am Tag so gesehen haben, läßt darauf schließen, dass in Oslo ein besserer Service vorhanden ist, als in Göteborg
- Wirklich fazinierend für Autofans ist die riesige Anzahl an Elektrofahrzeugen. Die Erleichterungen die der Staat dafür. anbietet, scheinen sehr motiverend zu sein. Neben Steuererleichterungen, Nutzung der Busspur und kostenloses Laden der Fahrzeuge, scheint aber auch der Life-Style entscheidend zu sein. Noch nie haben wir vorher mehr als 1 Tesla gesehen. Hier sind wir Schlichtweg mit dem Zälen nicht hinterher gekommen.
Tag 11
| Datum: | 18. Juni 2014 |
| Start: | Oslo |
| Ziel: | Kongsvinger |
Am Morgen starten wir gegen 9:30 Uhr. Wir fahren mit der noch gültigen Fahrkarte zum Holmenkollen, der berühmten Skisprungschanze. Selbst wer kein Skisprungfreund ist, sollte diese Sehenswürdigkeit nicht auslassen. Die Sprungschanze liegt weit oben in den Bergen und die Aussicht über Oslo ist gigantisch. Man kann auch hoch in den Warteraum der Springer und auf dessen Dach. Da sich Museum und Turm nicht voneinander trennen lassen, muss man aber üppige 120NOK berappen, aber wenn man uns fragt, dass hat sich wirklich gelohnt. Wegen der Technik und dem Rundumblick. Der ist oben natürlich noch besser.
Nachdem wir vom Holmenkollen wieder herabgestiegen sind, fahren wir noch einmal in die Stadt. Wir haben beschlossen, doch noch T-Shirts im HardRockCafe zu kaufen. Dann geht's aber zurück zum Campingplatz und unsere Reise geht weiter. Der Empfehlung der Großtante folgend, wollen wir nach Kongsvinger.
| Route | ||
|---|---|---|
| von | nach/über | Richtung |
| Oslo | E06 | |
| 2 | ||
Nachdem wir über eine Stunde im Osloer Stau standen, sind wir allerdings von der 2 ab gefahren und statt dessen über "gelbe" und "weiße" Straßen der Landkarte ausgewichen. Nach unglaublichen 3 Stunden sind wir dann endlich am Ziel "Die Festung von Kongsvinger". Nach einem Besichtigungsrundgang beschließen wir auf dem Museumsparkplatz unser Nachtlager auf zu schlagen. Es ist jetzt 21:30 Uhr und immernoch taghell. Mittsommer wir kommen.
Tag 12
| Datum: | 19. Juni 2014 |
| Start: | Kongsvinger |
| Ziel: | Arvika |
Motto des Tages: Natur pur
Wir werden recht früh von Aktivitäten auf "unserem" Parkplatz geweckt.
Irgendwie sieht es so aus, als soll hier eine Bühne aufgebaut werden.
Später lernen wir, dass am Sammstag (übermorgen) ein Festival in Kongsvingar stattfindet.
Wir flüchten also und setzen unser Frühstück vor der Kirche fort. Danach ist der Plan
zurück nach Schweden zu fahren und so wir programmieren das Navy erst einmal auf Torby.
Eine idyllische Strecke wird das, die über die 200+2ß2+239 führt. Irgendwann geht es auf die E45 und wir stoppen auf den Tossebergklätten und beim Rothneros Park hintern Sunne. Hier war ich in meiner Kindheit schon einmal. Da es nach Regen aussieht, schieben wir vor den Besuch des Skulpturenparks noch eine kleine Mittagsstunde und gehen dann um 14:00 Uhr in den Park, der wie wir jetzt mekren um 16:00 Uhr wieder schließt. Wir mieten trotzdem noch nen Audio Guide (nen i Pod mini) und machen uns auf, den Park zu entdecken. Zwei Stunden reichen, um alles einmal gesehen zu haben, aber besser wäre, man nimmt sich 4 Studnen Zeit und etwass zum Picknicken mit. Bollerwagen lassen sich dort auch mieten. Für Wasserratten gibt es auch ein Badestelle. Auch wenn es nur zwei Stunden waren, hat sich der Besuch trotzdem gelohnt. Schöne, kuschelige und skandinavische Mentlität macht sich dort breit.
Für uns geht es danach weiter auf der E45, der 231 und der 61 nach Arvika. Dort essen wir in einer Imbiss-Pizzaria, die gar nicht so schlecht war und finden ein Nachtplätzchen direkt am Alfjarden, auch wenn wir nicht die einzigen Camper sind, ein schönes Fleckchen Erde. Leider wird unsere Nacht sehr unruhig. Bis nach Mitternacht fahren jugendliche Autoverrückte im Kreis durch den Ort und immer wieder auch bei uns vorbei. Teils mit lauter Musik, teils mit "dicken" Maschinen und/oder Sportauspuff. Unser Camper scheint genau dort zu stehen, wo sich der ganze Trupp für gewöhnlich trifft. Immer wieder treffen sich kleine Gruppen direkt hinter unserem Fahrzueg, bevor sie danach weiter cruisen. Irgendwann ist dann aber doch Ruhe. Nun müssen wir nur noch mit der fast tagehellen Nacht klar kommen.