Schweden 2014
Tag 13
| Datum: | 20. Juni 2014 |
| Start: | Arvika |
| Ziel: | Charlottenberg |
Midsommardag/-efton
Wir starten den Tag mit der erneuten Fahrt nach Charlottenberg. Dort wollen wir für den Abend mit der Familie einkaufen. Wir hoffen zudem, dass wenn wir vor 12:00 Uhr beim Systembolaget sind und dass wir auch dort noch einkaufen können. Wir lernen aber, dass er an Feiertagen komplett geschlossen hat. So müssen wir mit Supermarktbier (3,5 Vol..Prozent) auskommen. Nach dem Einkauf wird gefrühstückt und dann nochmal eine 7 Tage-Ration Internet für den Stick im Pressbyrån gekauft. Dann suchen wir noch den Süssigkeiten-Megastore auf, bevor wir dann weiter zur Verwandtschaft fahren.
Um 17:00 Uhr schauen wir uns traditionelle Fest am Hembygsgåd an. Unerwartet kostet es uns
40SEK pP Eintritt. Zuerst gibt es traditionelle Musik auf eigentümlichen Musikinstrumenten, dann maschiert
der Trachtenverein ein und stellt den Schwedenbaum auf. Um diesen herum werden ein paar Schautänze aufgeführt,
bevor dann nach und nach das ganze Dorf animiert wird, in mehreren Kreisen um den Baum zu tanzen und zu singen.
Eine Sängerin führt durch das Programm und ein Zieharmonikaspieler untermauert alles musikalisch. Es scheint so als
müssten am Anfang alle Grundschüler mitmachen. Noch kleinere Kinder werden von Oma, Opa, Mama oder Papa begleitet.
Ein wenig wirkt das alles auf uns wie aus einer anderen Zeit. In Deutschland (Bayern einmal ausgenommen), kann man sich
ein solches Fest schwer vorstellen, aber die Schweden scheinen ihren Spass zu haben.
Anschließend geht es wieder zurück. Wir wollen zusammen mit der Familie grillen und dabei haben wir bei ein paar Gläsern Wein eine Menge Spass. Ein schönes Sprachkauderwelsch kommt da zusammen: Deutsch, Schwedisch, Englisch und Plattdeutsch.
Tag 14
| Datum: | 21. Juni 2014 |
| Start: | Charlottenberg |
| Ziel: | Bua |
Am Samstag fahren wir erst nach einem letzten gemeinsamen Mittagessen los, aber bevor die große Fahrt richtig beginnt, fahren wir noch einmal ins Shopping-Center. Ich will noch schwedische Klamotten kaufen, denn die sind immer Klasse! Meine bessere Hälfte zieht den Besuch im Baumarkt vor, wird aber auch fündig. Dann treten wir eine kurvige Heimreise an.
| Route | ||
|---|---|---|
| von | nach/über | Richtung |
| Charlottenberg | 61 | Arvika |
| Arvika | 172 | Årjang |
| Årjang | 172 | Bengtfors |
| Bengtfors | 172 | Udevalla |
| Udevalla | 44+E06 | Göteborg |
In Göteborg machen wir auf dem bekannten "Ställplats" Camperservice. Wie wir jetzt erst merken, werden wir das Grau-Wasser gar nicht los. :-( Wir sind noch fit und fahren noch weiter. Am Ende ist der Plan bei Bua auf den Stellplatz zu fahren, aber wie wir feststellen, ist er schon voll. Wir kurven etwas in der Gegend rum und nach dem wir vom Stellplatz zurück fahren, dann aber direkt 3x links abbiegen finden wir eine Badestelle, die zum Übernachten geeignet erscheint. Man muss ein wenig aufpassen, um sich weder im Strandsand fest zu fahren noch an einem Stein einen Plattfuss zu bekommen. Als wir ankommen, sind auch schon 2 weitere WoMos da. Am Ende sind wir zu viert. Unglaublich, aber in dieser verlassenen Gegend funktioniert der Internetstick immernoch und so können wir mit dem verbelibenden Volumen das Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen Ghana streamen. Leider lassen deutsche TV-Anbieter Streamen nur aus dem Inland zu. Eine Deutsche IP-vorgauckeln, bekommen wir auf die Schnelle aber nicht hin, so dass wir von einem schwedischen Anbieter aus das Spiel streamen. Aber wer braucht schon deutsche Kommentare beim Fußball. Das Spiel endet 2:2 und wir starten in eine extrem ruhige Nacht, auch wenn es nicht wirklich dunkel wird.
Tag 15
| Datum: | 22. Juni 2014 |
| Start: | Bua |
| Ziel: | Jork |
Heute lassen sir uns viel Zeit zum Aufbruch, denn es ist immernoch unglaublich ruhig hier. Ab 10:30 Uhr kommen aber immer mehr Badegäste und so machen wir uns gegen 11Uhr dann doch auf den Weg. Nachdem wir das Volvo-Museeum leider ausgelassen haben, halten wir es für eine gute Idee zum Bil- och Flygmuseumin Ugglarp zu fahren. Der Eintritt kostet 100SEK p.P. Kaum drin, sind wir dann doch etwas enttäuscht. Das fast ausschließlich Auto bis in die 60er präsentiert werden, wussten wir vorher. Dass diese eng auf eng stehen, naja, das war uns nicht klar. Die Fahrzeuge werden mit reichlich technischen Details und Anektdoten beschrieben, leider nur auf Schwedisch.
Auch die Flugzeuge stehen sehr eng und verschachtelt. Da muss jemand schon 3D-Tetris gespielt haben, damit die alle in die Scheunen passen. Fotos kann man so schlecht machen. Viele Flugzeuge sind auch in einem mäßigen Zustand. Einige schon recht marode. Es sieht auch nicht so aus, als sich dies je ändern würde. Das Gebäude ist auch eher ein schuppenartiger Bau, der nach und nach zwar ergänzt wurde, aber auch hier ist die Substanz eher mäßig. Enttäuscht setzen wir die Heimreise fort.
In Schweden wird noch einmal ordentlich eingekauft (im Wesentlichen essbare Souvenirs) und wir essen "schwedisch". Es gibt Hamburger bei "MAX Hamburgare". Sehr lecker, der Laden war auch sehr sauber und die Burger werden frisch zubereitet. Nun sind es nach Hause nur noch 535km. Deutschland wir kommen. Kurz vor Mitternacht kommen wir in Flensburg an, finden dort aber wegen überfüllter Pätze keine Bleibe und legen somit auch das restliche Stück bis Jork noch "schnell" zurück. Juhu ein richtiges Bett ruft. Auch mal wieder ganzs angenehm.